Angesichts der finanziellen Belastung durch den Neubau der Grundschule, plädiere ich dafür, Baumaßnahmen am Urban-Dettmar-Haus ein bis zwei Jahre zu verschieben. Dies habe ich auch im Gemeinderat zum Ausdruck gebracht.
Diese Aussage steht auch nicht im Widerspruch zu einer Generalsanierung oder schließt einen Anbau aus. Im Gegenteil: Diese ein bis zwei Jahre sollen keinen Stillstand bedeuten, sondern dazu genutzt werden, mit allen Beteiligten zu einem zukunftsfähigen Konzept zu kommen. Bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises UDH am 12. März musste ich feststellen, dass Gemeinderat und Freundeskreis von unterschiedlichen Grundlagen bzw. Informationen ausgehen.  Diese betreffen  z.B. die „3-Säulen-Finanzierung“, mögliche Zuschüsse, mögliche Fristen durch gesetzliche Bestimmungen und die Zusammenarbeit mit dem Betreiber.

Ich schlage vor, dass wir die Planung auf konkrete, mit dem Betreiber abgestimmte Zielvorgaben stützen.

  • Ich möchte eine Bedarfsanalyse im Ort durchführen. Alle Haushalte werden schriftlich angefragt, welche Angebote für hilfs- oder pflegebedürftige Familienangehörige und Senioren sie vermissen. Wie ist der Bedarf an Kurzzeit- oder Tagespflegeplätzen? Eine solche Analyse gibt es bisher nicht.
  • Gleichzeitig lassen wir uns von der Nachbarschaftshilfe beraten. Sie sind im Ort unterwegs. Sie wissen, was nötig ist und was sie als gemeinnütziger Verein nicht mehr leisten können.
  • Wir sprechen mit dem derzeitigen Betreiber Marthashofen. Bevor die Gemeinde sehr viel Geld in die Hand nimmt, soll Marthashofen ein zukunftsfähiges Raumkonzept vorstellen unter Berücksichtigung der Bürgerwünsche. Eine Frage wäre, ob sie in jedem Fall für einen Anbau mit 19 Zimmern/Pflegebetten sind oder ob sie auch ein generalsaniertes Haus, das statt bisher 15 Pflegebetten nur noch 11 Pflegebetten in Einzelzimmern weiter betreiben würden.
  • Und wir werden mit dem Freundeskreis wieder Gespräche aufnehmen, die viel zu lange auf Eis gelegen sind. Wir achten das ehrenamtliche Engagement des Vereins.  Deshalb sage ich: Neuer Gemeinderat, neue Chance! Wir alle zusammen werden zügig ein tragendes Konzept zu den nötigen Maßnahmen, zum zeitlichen Ablauf und zur Zukunft des Hauses entwickeln, mit dem auch der Freundeskreis zufrieden sein soll.
  • Schließlich wäre mit dem Landkreis, der ein überwiegendes Belegungsrecht hat, eine Finanzierungsbeteiligung zu regeln.

Wenn wir alle Fragen geklärt haben, steht einem Neubeginn nichts mehr im Wege.

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